C-joern C-preetz C-datenschutz
obenbild

www.Modellbau.Joern-Bockwoldt.de

MODELLSCHIFFBAU 16 | ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG | SCHUSTERSTADT PREETZ | APRIL 2018
Forschung im Maßstab 1:100presse

Im  Spielzimmer von Jörn Bockwoldt stehen die Meteor, die Maria S. Merian, die  Alkor und viele weitere Modellschiffe. Die Leidenschaft des Preetzers gehört  den maßstabsgetreuen Nachbauten von Forschungsschiffen. Die Garage als  Modellbauwerft: Hier fertigt Jörn Bockwoldt am liebsten Modelle von  Forschungsschiffen. Die naturgetreuen Modelle bestechen durch ihren  Detailreichtum.                              FOTOS: SIGNE HOPPE

Gebaut werden die bis zu 1,50 Meter langen Modelle in der Garage. €žDas ist  meine Werft, sagt der 75-jährige Jörn Bockwoldt und zeigt auf eine Werkbank und  Hunderte von Sortierkästen. Wenn ich hier anfange zu bauen, dann gibt nur noch das und ich bin ein viertel Jahr lang weg vom  Fenster. Modellbausätze kommen für Bockwoldt nicht in Frage. Seine  naturgetreuen Nachbildungen im Maßstab 1:100 oder 1:75 fertigt er komplett  selbst. Ihn reizten Funktionen wie Querstrahlruder, Antrieb und Beleuchtung,  erzählt er. Es ist spannend, wenn sich ein Kran oder ein  Heckausleger  richtig bewegt.
Als ehemaliger Funkamateur hat er in den ersten Jahren die Fernsteuerungen  selbst gebaut. Heute gibt es diese günstig im Handel. Den Rumpf stellt er in  Spantenbauweise her, aus sechs bis acht Millimeter dickem Birkensperrholz.  Flugzeugsperrholz dient als Beplankung für die Außenhaut lässt sich gut  biegen. Das Ganze wird mit Polyesterharz und Glasfasermatten überzogen, der  Rumpf dann mit Zweikomponentenspachtel ausgeformt. Dann heißt es schleifen,  schleifen, schleifen, erzählt Jörn Bockwoldt, der Hof ist dann komplett  eingedreckt. Nach nochmaligem Feinspachteln und Schleifen streicht er den Rumpf  mit Acryllack. Das Deck erhält Durchbrüche, denn auch später müssen Akkus,  Sirene, Motor und die Elektrik erreichbar sein. Für die Aufbauten ritzt und  bricht der Modellbauer Polystyrolplatten. Bis ins kleinste Detail setzt er  Bullaugen, Takellage, Seilwinden und Radaranlagen. Die Masterplä¤ne für seine  Modelle findet Jörn Bockwoldt in Handbüchern, in Museen und im Internet.  Manchmal klingelt das Telefon, und ein Offizier wünscht sich ein Modell seines  Schiffes. Zuletzt erreichte den Preetzer der ferne Wunsch eines  Besatzungsmitglieds der €žMeteor, die gerade im Pazifik unterwegs war.
Ein Modell des Forschungsschiffs Sonne steht bei Geomar. Die Arctic-P reiste  bis nach Australien. Ein australische Milliardär hatte sich den Schlepper den  Bockwoldt bereits gebaut und auf YouTube gezeigt hatte zu einer Yacht umbauen  lassen und wünschte sich nun die verkleinerte Version seines Umbaus, nachdem er  das Internetvideo gesehen hatte. Leider hat er mir kein Flugticket geschickt,  sondern die Adresse eines Schiffsausrüsters in Hamburg, der den Transport  übernahm. Schade, er schmunzelt. Der Stapellauf findet bei kleinen Schiffen in der Badewanne statt. Die großen nimmt er mit auf den Kirchsee. Einmal fuhr  ein Schiff raus und der Propeller verfing sich. Da bin ich hinterher gesprungen.  Zum Glück war Sommer.
Der Artikel wurde mir dankenswerterweise von der Redaktion zur Verfügung  gestellt: Vielen Dank auch an die Redakteurin Frau Hoppe.
Kieler Magazin Verlag GmbH, Rathausplatz 1-2, 24103 Kiel